Grammatikalische Feinheiten im Überblick
„Deutsche Sprache – schwere Sprache“ – genau unter diesem Motto möchten wir Ihnen im Rahmen des vorliegenden Informationsbeitrages mehr über die Schwierigkeiten der deutschen Sprache erklären. Zuallererst sollten Sie wissen, dass Deutsch eine komplexe Sprache darstellt. Wenn Ihre Muttersprache Englisch ist oder Sie neben einer anderen Muttersprache ausschließlich Englisch gelernt haben, so sollten Sie sich auf jeden Fall im Klaren sein, dass Deutsch nicht jenem Schwierigkeitslevel der englischen Sprache entspricht. Demnach sei vorweg darauf hingewiesen, dass die deutsche Sprache neben einer umfangreichen Grammatik ebenfalls durch ein äußerst kompliziertes Vokabular charakterisiert ist.
Selbstverständlich basiert die deutsche Sprache auf einer Vielzahl unterschiedlicher Regeln, trotz allem jedoch ziehen sich diese nicht in jeder Hinsicht wie ein roter Faden durch das Spektrum der deutschen Sprache. So bestehen u.a. große Schwierigkeiten in der Mehrzahl-Bildung gewisser Nomen. Während „Grill“ zu „Grills“ im Plural geformt wird, wandelt sich der „Mann“ zu „Männer“ – d.h., dass hier nicht nur die Endung „er“ angehängt wird, sondern sich das „a“ zusätzlich in einen Umlaut verwandelt.
Selbiges gilt für das Verwenden des sogenannten langen „i“. Hierfür gibt es keine eindeutige Regel, wann ein Wort mit einem normalen „i“, wann hingegen mit einem langen „i“ geschrieben werden muss. Normalerweise verwenden Deutsch-Lernende das lange „i“ dann, sofern ein Wort gedehnt ausgesprochen wird – so wie z.B. bei „Lieferservice“. Die Ausnahme „Service“, bezogen auf das Geschirr oder Porzellan, widerspricht jedoch der Annahme, dass alle Wörter, die lang gezogen gesprochen werden, mit einem langen „i“ versehen werden.
Eine weitere Schwierigkeit im Rahmen der deutschen Sprache stellen die Umlaute „ä“, „ü“ und „ö“ dar – dies aufgrund der Tatsache, dass diese ausschließlich im Deutschen existent sind. Also ebenso komplex erweist sich das scharfe „ß“, welches sich vom Laut her vom normalen „s“ keineswegs unterscheidet. Ausschließlich Muttersprachler erkennen den feinen Unterschied zwischen „s“ und „ß“.
Abschließend sei noch kurz auf das sogenannte „stumme h“ hingewiesen. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine grammatikalische Regel, die ausschließlich in der deutschen Sprache zu finden ist. Allgemein sei diesbezüglich erwähnt, dass das stumme h der Regel nach dann auftritt, sofern Worte lang und gedehnt ausgesprochen werden. Dabei wird das stumme h gewöhnlich nach dem jeweiligen Vokal platziert. Beispiele: Wahl, stehlen, Mahnung.